Vergangene Veranstaltungen

Ausflug 20164. Juni 2016

Niklaus Thut, der Stolz der Zofinger, stand bei Sempach auf der falschen Seite: so sehen es Luzerner, deren Hoheitsgebiet unmittelbar an Zofingen heranreicht. Die Stadt gehörte zu Frohburg, Habsburg, Bern und schliesslich Aargau. Später war Zofingen ein Hort des Liberalismus und Gründungstadt der Studentenverbindung Zofingia. Hier starb 1578 Hans Ringier, hugenottischer Flüchtling aus Nimes. Mit Ringier verbinden wir eine nachhaltige Veränderung der Zeitungslandschaft im 20. Jahrhundert. Geschichtsträchtig und lebendig, so präsentiert sich der charmante Ort heute. Im Übrigen haben hier schon die alten Römer Spuren hinterlassen, Mosaikböden, die man auch besichtigen könnte...

Die Details zu den Abfahrtszeiten, dem Programm und dem Mittagessen entnehmen Sie bitte dem gedruckten Programm, oder dem elektronischen Programm und der Anmeldung

 

23. April 2016: Referat von Friedrich Schmid, Einsiedeln

Luzernerstrasse 1Das Elternhaus meiner Frau wurde 1840/41 gebaut und 2004 verkauft. In diesen 164 Jahren wurde es von einer geschlossenen Ahnenreihe bewohnt. Zuerst lebten dort Winkler von Richensee, dann Schildknecht von Häggenschwil SG. Es folgten Hegglin von Menzingen ZG und zuletzt Furrer von Reiden. Frauen waren es, die für Kontinuität im Haus sorgten und dafür, dass das Bewusstsein für die Herkunft erhalten blieb. „Belohnt“ wurden sie dafür mit ständig neuen, ortsfremden Heimatberechtigungen. Besonders prägend war die verwandtschaftliche Beziehung im Kanton Zug, zu den Hegglin vom Bad Schönbrunn und zur Zigarrenfabrik an der Aegeristrasse in Zug. Erstaunlich viel hat sich auch von den Schildknecht erhalten. Dagegen ist die Verwandtschaft meines Schwiegervaters  relativ schlecht dokumentiert.

Luzernerstrasse 2Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

12. März 2016: Referat von Werner Wandeler, Ruswil

wandelerDer alte Amtshauptort Ruswil war im 17. und 18. Jahrhundert ein Zentrum der ländlichen Schaubühne. Die  Theateraufführungen konnten bis zu zehn Stunden dauern  und  gegen 100 Rollenträger auf die Bühne bringen. Dank erhaltener Handschriften mit Dramentexten, Aktorenverzeichnissen und Aufführungsangaben können wir uns ein gutes Bild machen, wie unsere Vorfahren vor fast 400 Jahren auf dem Lande Theater spielten.  Wir kennen die Namen der Theaterleute und können herauslesen, wem man die Hauptrollen zutraute. Auf der Bühne standen Handwerker und Bauern aus Ruswil und Umgebung neben dem amtierenden Ammann, dem Amtsweibel und dem Amtsschreiber. Und selbst der Landvogt findet sich auf der Aktorenliste - selbstverständlich mit der ihm gebührenden Rolle. Die Aktorenverzeichnisse sind auch für die Familienforschung interessant, lernen wir doch hier unsere Vorfahren von einer etwas anderen Seite kennen.

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

27. Februar 2016: Referat von Ernst Rosser, Zug

rosserWas wir heute als Familie bezeichnen, ist das Ergebnis einer langen Entwicklung: Aus römischen und germanisch / alemannischen Wurzeln entstand, zuerst nur in den Führungsschichten, allmählich die Familie mit den starken Bindungen, wie wir sie heute kennen.Die Entwicklung der Familiennamen dokumentiert diesen Weg: Was ursprünglich nur dem König und den Fürsten zustand, ein Familien- oder Geschlechtsname, stand nach der ersten Jahrtausendwende immer mehr auch den Grafen und den lokalen Potentaten zur Verfügung. Ab dem 14. und 15. Jahrhundert gaben sich auch die Handwerker und Händler in den Städten Familiennamen.

In der ersten Stadtrechnung von Zug (ab 1427) lässt sich unter anderem auch diese Entwicklung der Namen ablesen.

Die im Reerat erwähnten Daten finden SIe hier: http://www.histodata.ch/Weihnachtsrechnung

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

Zum 80-jährigen Bestehen der Schweizerischen Gesellschaft für Familienforschung findet in Bern ein Jubiläumsanlass mit Ausstellung statt.

Unsere Gesellschaft wird daran teilnehmen: An unserem Stand stellen wir das Portrait Archiv vor. Man kann zusehen und ausprobieren, wie es gemacht wird.

bosshardLesung von Susann Bosshard-Kälin, Einsiedeln

Sie kamen aus Waldkirch, Walzenhausen, Chur oder Zürich und waren Käser, Sekretärin, Bauer oder Germanistin – und wurden Restaurantbesitzer, Kultur- und Weinkönigin, Gross-Farmer oder Benediktinerin.

Susann Bosshard-Kälin, Journalistin und Autorin aus Einsiedeln, hat die Auswanderinnen und Auswanderer in ihrem neuen Heimatland besucht und ihre Lebensgeschichten nach Gesprächen aufgeschrieben. Sie erzählen von der Vielfalt ihrer Erfahrungen in der Schweiz und in den USA, von Freuden und Krisen, von Möglichkeiten und Grenzen des Lebens, von Sehnsüchten, Heimweh und neuen Zugehörigkeiten. Es sind sowohl einzigartige wie typische Auswandererschicksale des 20. Jahrhunderts, in dem Amerika wohl wie nie zuvor ein Traumland für viele Schweizerinnen und Schweizer war.

Lesung aus den beiden Büchern «westwärts» und «Nach Amerika» und Erläuterungen zu den beiden umfangreichen Oral-History-Projekten, die zwischen 2007 und 2014 entstanden sind

Susann Bosshard. WESTWÄRTS. Begegnungen mit Amerika-Schweizerinnen. 15 Porträts von Schweizerinnen, die im letzten Jahrhundert in die USA ausgewandert sind. Mit zwei Beiträgen des Historikers Leo Schelbert. 312 Seiten, Farbfotos von Annina Bosshard, 2 CDs mit Ausschnitten aus den Gesprächen, CHF 39.-
ISBN 978-3-905561-79-1

Susann Bosshard-Kälin / Leo Schelbert. Nach Amerika. Lebensberichte von Schweizer Auswanderern. 2014, 276 Seiten, 30 Fotos farbig, Pappband, sFr. 38.
ISBN 978-3-85791-710-3

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr

Unsere Generalversammlung findet am 23. Januar 2016 um 14.30 Uhr statt, im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock (Vortragslokal).

Referat von Rolf T. Hallauer, Obmann der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft der Regio Basel

pilgerreise 1Das vorliegende Notizbuch hat ein Leontzÿ Wermenlinger geschrieben. Er wohnte 1780 im Gugerflück. Der Name Gugerflück ist im Schweizerischen Ortsverzeichnis von 1904 nicht enthalten. Es dürfte sich um einen Flur- oder Hofnamen handeln. Dieses Buch hat wohl um 1700 einem Bläsi Stöckhli gehört, bevor es in den Besitz von Leonhard Wermelinger überging. Dieser hat in sein Buch neben dem Tagebuch der Pilgerreise weitere wichtige Geschichten, Verse und Reisebereibungen abgeschrieben. Im hinteren Teil des Buches erscheint eine andere Handschrift von einer nicht genannten Person mit einem Text in Versform zur Schlacht von Villmergen 1656. Das vorliegende Tagebuch zur Pilgerreise ist also eine Abschrift Wermelingers. Den ursprünglichen Text verfasst hat ein Ulrich Meier, Schulmeister in Ruswil.

pilgerreise 2

Auch Gäste sind stets gerne willkommen.

Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr